Die Pille enthält künstliche Hormone und ist damit ein hormonelles Verhütungsmittel. Die Pille greift aufgrund der enthaltenen Hormone in den Zyklus der Frau ein und wirkt sich sowohl auf die Reifung der Eizelle als auch auf die Gebärmutterschleimhaut aus.

Kann ich mit der Pille eine Schwangerschaft verhindern?

Die Pille gilt als sehr sicheres Verhütungsmittel. In der Pille sind Hormone enthalten, die ähnlich wirken wie die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen. Die Pille greift in den Hormonzyklus der Frau ein und verhindert so, dass eine Eizelle im Eierstock heranreifen und es zum Eisprung kommen kann. Zumindest gilt dies für Kombinationspräparate beziehungsweise die Mikropille. Die künstlichen Hormone sorgen dafür, dass die Eierstöcke nicht mehr durch körpereigene Hormone wie LH und FSH stimuliert werden und die Signale, die zu einem Eisprung führen, ausbleiben. Es kann also keine Eizelle heranreifen und es kommt nicht zu einem regelmäßigen Eisprung. Wenn keine Eizelle zum Eisprung vorhanden ist, kann es auch nicht zu einer Befruchtung kommen und eine Empfängnis wird verhindert.

Die Pille hat noch weitere Wirkungen. Sie führt dazu, dass die Gebärmutterschleimhaut nicht richtig aufgebaut wird und sich eine befruchtete Eizelle nicht einnisten kann. Sie bewirkt außerdem, dass sich die Gebärmutterschleimhaut im Gebärmutterhals so verdickt, dass das Eindringen für die Spermien nahezu unmöglich wird. Die Mikropille beziehungsweise Kombinationspräparate bewirken somit einen dreifachen Schutz vor einer ungewollten Empfängnis. Die Minipille schützt ebenfalls zuverlässig vor einer Schwangerschaft, bewirkt aber die Verdickung des Schleims im Gebärmutterhals und sorgt dafür, dass die Schleimhaut in der Gebärmutter nicht optimal für die Einnistung eines Eis aufgebaut wird. Die Pille kann auch im Langzyklus eingenommen werden. Das bedeutet, dass das Präparat im Langzyklus durchgehend ohne eine siebentätige Pillenpause eingenommen wird.

Was hat der Pearl-Index mit der Pille zu tun?

Der Pearl-Index beschreibt, wie sicher und zuverlässig ein Verhütungsmittel ist. Beim Pearl-Index handelt es sich um eine Formel, mit welcher angegeben wird, wie viele Frauen trotz korrekter Anwendung des Verhütungsmittels innerhalb eines Jahres schwanger werden. Dabei gilt: Ist der Pearl-Index besonders niedrig, gilt das Verhütungsmittel als besonders sicher. Die Antibabypille gehört mit einem Pearl-Index von 0,1 bis 0,9 zu den sichersten Methoden der Verhütung. Ein Beispiel: Ein Pearl-Index von 0,1 besagt, dass innerhalb eines Jahres bei einer von 1000 Frauen, die die jeweilige Verhütungsmethode anwenden, eine Schwangerschaft eintritt. Tritt trotz Pille eine Empfängnis ein, so ist dies zumeist auf eine Erkrankung, Fehler in der Anwendung oder eine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten zurückzuführen.

Wie sicher ist die Pille?

Die Pille gehört zu den sichersten Methoden. Die richtige Anwendung vorausgesetzt, schützt die Pille vergleichsweise zuverlässig das Eintreten einer Schwangerschaft. Wie gut ein Verhütungsmittel als Empfängnisschutz funktioniert, kann man beispielsweise am Pearl-Index ablesen. Je niedriger der Pearl-Index ist, desto weniger Frauen werden trotz korrekter Anwendung des Verhütungsmittels schwanger. Handelt es sich um ein Kombinationspräparat (enthalten Gestagene und Östrogene), liegt der Pearl-Index zwischen 0,1 und 0,9. Kombinationspräparate schützen relativ zuverlässig vor einer ungewollten Schwangerschaft. Bei Minipillen, die ausschließlich Gestagen enthalten, liegt der Pearl-Index mit 0,5 und 3 etwas höher.

Gibt es einen Eisprung trotz Pille?

In der Pille sind künstlich hergestellte Geschlechtshormone enthalten. Diese erzeugen einen relativ konstanten Hormonspiegel. Insbesondere Kombinationspillen, die sowohl Gestagen als auch Östrogen enthalten, sorgen dafür, dass es nicht zu einem Eisprung kommt. Das Ei kann nicht reifen und es kommt nicht zu einem LH-Anstieg. Bei korrekter Anwendung eines Kombinationspräparats bleibt der Eisprung daher normalerweise aus. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Ovulationshemmern. Ovulationshemmer können allerdings das Risiko für eine Thrombose erhöhen. Minipillen enthalten keine Östrogene und haben weniger Nebenwirkungen, aber sie verhindern den Eisprung normalerweise nicht. Die Gestagene in der Minipille bewirken, dass sich die Schleimhaut in der Gebärmutter und im Gebärmutterhals so verändert, dass sich weder ein Ei einnisten kann noch männliche Samenzellen eindringen können.

Wie schnell wirkt die Antibabypille?

Wenn Sie die Pille zur Verhütung erstmalig einnehmen möchten, so beginnen Sie damit am ersten Tag Ihres Zyklus. Das heißt, Sie nehmen die erste Tablette aus der Packung ab dem Tag, an dem Ihre Menstruationsblutung einsetzt. Genau ab diesem Zeitpunkt setzt die empfängnisverhütende Wirkung der Pille ein. Die Pille bietet also mit dem ersten Tag des Einnehmens einen zuverlässigen Empfängnisschutz. Alle Arten von Pillen bieten ab dem ersten Tag einen zuverlässigen Schutz vor einer ungewollten Empfängnis. Bei Kombinationspräparaten nimmt man in der Regel 21 Tage lang die Pille und hat anschließend eine Pillenpause von sieben Tagen. Auch in diesen sieben Tagen, in denen man keine Pille einnimmt, besteht ein zuverlässiger Empfängnisschutz. Sie können mit der Pilleneinnahme auch zwischen dem zweiten und dem fünften Tag Ihrer Menstruationsblutung starten. Dann ist es allerdings wichtig, während der ersten sieben Tage ein zusätzliches Verhütungsmittel wie das Kondom zu nutzen.

Schwanger trotz Pille?

Ein Kind zu empfangen trotz Pille – das ist tatsächlich möglich. Auch sehr sichere Methoden wie die Pille bieten keine 100-prozentige Sicherheit. Unterlaufen Ihnen Fehler bei der Einnahme oder kann Ihr Körper die Geschlechtshormone nicht richtig aufnehmen, so kann es trotz Pille zu einer Empfängnis kommen. Folgende Gründe können dazu führen, dass die Pille nicht richtig wirkt:

- Pille vergessen: Das Vergessen der Pille ist der häufigste Grund, weshalb es trotz Pille zu einer Empfängnis kommen kann. Im Idealfall gewöhnt man sich an, die Pille jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen. Je mehr die Einnahme der Pille zur Gewohnheit wird, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Sie diese vergessen.
- Einnahme anderer Medikamente: Es gibt Medikamente, die die Wirkung der Pille beeinflussen können. Sind bestimmte Antibiotika notwendig oder nimmt man Johanniskraut oder Aktivkohle ein, kann dies die empfängnisverhütende Wirkung der Pille vermindern. Wenn Sie mit der Pille verhüten, besprechen Sie die Einnahme anderer Medikamente stets mit Ihrem Arzt.
- Magen-Darm-Erkrankungen: Ein weiterer Grund für das Herabsetzen der empfängnisverhütenden Wirkung der Pille kann eine Magen-Darm-Erkrankung sein. Kommt es innerhalb von vier Stunden nach dem Einnehmen der Pille zu Durchfall oder Erbrechen, so hatte der Körper nicht ausreichend Zeit, um die Geschlechtshormone aufzunehmen.

Zu beachten ist daher, dass Sie bei Magen-Darm-Erkrankungen, bestimmten Medikamenten oder einer vergessenen Pille zeitweise zusätzlich andere Verhütungsmittel nutzen sollten, wenn Sie sich gerade nicht in der Kinderwunschphase befinden.

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